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Elvira Rakhmanova & Lydia Weyrich

Sonntag, 26. Oktober 202517.00 Uhr

Barocksaal, Kloster Werthenstein

Vergangene Veranstaltung
Elvira Rakhmanova & Lydia Weyrich

Isaac Albéniz, Johannes Brahms und César Franck wirkten als Komponisten der Romantik und wurden von demselben harmonischen Reichtum, nationalen Ausdruck und gemeinsamen musikalischen Umgebungen im Europa des späten 19. Jahrhunderts beeinflusst.

César Francks emotionale Entwicklung und sein spiritueller Charakter machen sein Prélude, Choral et Fugue zu einem wertvollen Ausgangspunkt für poetische Interpretationen des französischen Symbolismus von Charles Baudelaire.

Beide hatten eine tiefe, wenn auch unterschiedliche Beziehung zur Religion:

Baudelaire war besessen von Sünde, Erlösung und dem Sündenfall. Franck hingegen war ein gläubiger Katholik, der seinen Glauben durch geistliche Musik wie „Panis Angelicus“ und tief spirituelle Instrumentalwerke zum Ausdruck brachte.

Beide zeigten intensive innere Auseinandersetzungen mit einer Sehnsucht nach Transzendenz, die sich in ekstatischer Schönheit ausdrückte, sei es verbal oder musikalisch.

César Francks mystische Sprache steht in enger Verbindung zu Baudelaires spiritueller Sehnsucht, seinen Vorstellungen vom universellen Bösen, das sich sowohl in der umgebenden Welt als auch im Menschen selbst manifestiert.

Programm

Johannes Brahms (1833-1897)

aus Sechs Stücke, op.118 (1893)

  1. Intermezzo A-Dur, Andante teneramente

Drei Intermezzi, op.117 (1892)

  1. Intermezzo Es-Dur, Andante moderato
  2. Intermezzo b-Moll, Andante non troppo e con molta espressione
  3. Intermezzo cis-Moll, Andante con moto

Isaac Albéniz (1860-1909)

aus Suite “Iberia”, Erstes Buch (1906)

Nr. 1 Evocación
Nr. 2 El Puerto

aus Suite “Iberia”, Zweites Buch (1907)

Nr. 3 Triana

César Franck (1822-1890)

Prélude, Choral et Fugue, FWV 21 (1884)

Zwischen den Stücken rezitiert Lydia Weyrich – künstlerische Leiterin der Compagnie La Renaissance – Les Fleurs du Mal von Charles Baudelaire.
Mitwirkende

Künstler*

Elvira Rakhmanova

Elvira Rakhmanova

Klavier

Die französisch-russische Pianistin Elvira Rakhmanova, derzeit in Zürich wohnhaft, widmet sich seit frühester Kindheit mit grosser Leidenschaft der Musik. Im Alter von sechs Jahren begann sie ihre Klavierausbildung – der Auftakt zu einer künstlerischen Laufbahn, die sie seither mit Hingabe verfolgt.

Im Bestreben, ihr künstlerisches und fachliches Können weiter zu vertiefen, setzte sie ihre Ausbildung 2014 am renommierten Staatlichen Rimski-Korsakow-Konservatorium in Sankt Petersburg fort, wo sie unter der inspirierenden Leitung von Professor Oleg Yuryevich Malov studierte. Im Jahr 2019 schloss sie dort erfolgreich ihr Masterstudium ab.

Im Jahr 2020 begann sie ein neues Kapitel ihrer musikalischen und pädagogischen Ausbildung am Konservatorium der Stadt Luxemburg. Den Studiengang für Musikpädagogik und Methodik absolvierte sie 2022 mit Auszeichnung. Parallel dazu verfeinerte sie ihr pianistisches Können in der solistischen Ausbildung bei Professor Nicolas Marzinotto.

Ihre künstlerische Entwicklung wurde durch die Teilnahme an zahlreichen Meisterkursen bereichert, u. a. bei renommierten Pianisten* wie Vadym Kholodenko, Niklas Sivelöv, Stéphane Ginsburgh, Walter Roccaro, Dina Shevchuk und Peep Lassmann, um nur einige zu nennen.

Elvira Rakhmanova ist eine vielseitige Musikerin mit reger Konzerttätigkeit sowohl als Solistin als auch in verschiedenen Kammermusikensembles. Sie ist regelmässig auf Bühnen in der Schweiz, Luxemburg, Spanien, Oesterreich und Russland zu hören.

Ein besonderer Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens liegt auf der russischen Klavierliteratur, insbesondere den Werken von Alexander Skrjabin und Sergei Rachmaninow, deren emotionale Tiefe und klangliche Komplexität sie seit jeher faszinieren. Ebenso gilt ihre Liebe der spanischen Musik mit ihrer rhythmischen Vitalität und farbenreichen Harmonik von Komponisten wie Enrique Granados, Manuel de Falla und Isaac Albéniz. Diese stilistische Vielfalt spiegelt sich auch in ihren Konzertprogrammen wider, in denen sie mit grossem Feingefühl unterschiedliche musikalische Traditionen verbindet.

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Lydia Weyrich

Lydia Weyrich

Lesung

Studium der Anthropologie in Lausanne und Montreal. Praktische Ausbildung als Mime nach der Methode Etienne Decroux in Kanada, sowie Tanz, Gesang und Marionettenspiel. Weiterbildung in einer professionellen Theaterschule in der Westschweiz. Zweijähriges Studium im Republikanischen Theater der Dramaturgie in Weissrussland unter Professoren der Kunstakademie von Minsk. Sie gründet die Compagnie La Renaissance (Kunstpreis der Stadt Morges), in der sie literarische und dramatische Werke und Poesie gepaart mit klassischer Musik zum Vortrag bringt. Theatertätigkeit auf Bühnen in der Schweiz und in Frankreich.

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Impressionen

Fotos des Abends

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